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Weite Landschaft, große Kunst – wo sonst

Inmitten unberührter Natur plötzlich das: Ein Kleinwagen dehnt sich aus bis in die Hügel, während ein Aufzug einsam auf Gäste wartet und zwei Straßenlaternen miteinander flirten. Auf 77 Kilometern macht der Skulpturenradweg im Bauland und dem östlichen Odenwald Kunst im wahrsten Sinne des Wortes „erfahrbar“.

Stolz steht er da. So, als gehöre er hierher. Als warte er nur darauf, dass jemand einen Knopf drückt, damit er endlich die Türe öffnen kann: für eine Aufzugfahrt ins Ungewisse. „Wo geht er hin? Das ist die große Frage“, sagt Ekkehard Brand, einer der Ideengeber dieses Skulpturenradwegs, an dem der Aufzug steht, während er sich stumpf in der silberfarbenen Hülle spiegelt. Irgendwie ist tatsächlich Brand schuld daran, dass hier, mitten in der unberührten Landschaft des Baulands ein Aufzug steht. „Das ist etwas Irreales, etwas ganz Absurdes“, findet er. Und dass hier jeder seine Fantasie spielen lassen kann: „Kunst will nicht immer nur schön sein, Kunst will auch inspirieren.“

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Bericht von Anne Jeschke in "wo sonst – Das Reise- und Heimatmagazin Rhein-Neckar"