Skulpturen

Nach Gemeinden:

Kunst in der Natur

Noch dazu Werke, auf die man sich auf den ersten Blick vielleicht keinen Reim machen kann oder die gar Abwehrreaktionen auslösen

Paar im Park - Skulpturenradweg | Skulpturen am Radweg - Kunst in der Landschaft

PAAR IM PARK

Skulptur von Jan Löchte

icon paar im parkDas Werk von Jan Löchte hat erst auf den zweiten Blick etwas erfrischend Leichtes und Humorvolles. Der Radwanderer wird sich zunächst wundern, mitten im Stadtpark von Adelsheim zwei zweckentfremdeten, zueinander angeordneten Straßenlaternen zu begegnen.

Das Amüsante dieser Installation besteht darin, dass die beiden Laternen in fünf Metern Höhe durch Lichtzeichen in Kommunikation miteinander treten. Besonders bei Dämmerung wird man sich darüber amüsieren können, wie die beiden Lampen wortlos miteinander flirten. Es handelt sich nämlich um einen prozessorgesteuerten, in Morsesprache übersetzten Dialog aus dem  Liebesdrama  „Romeo und Julia“ von William Shakespeare.

Die „weibliche“ Laterne, Julia, hat bei der übersetzten Szene sehr viel mehr zu sagen als Romeo – so zumindest der Anschein durch die Vielzahl der Lichtsignale. „Die Zukunft der Laternen“, äußert sich der Künstler zu seiner Skulptur, „sieht natürlich düster aus: Sie können sich nicht zueinander bewegen, ein Kuss wird nie möglich sein, es bleibt bei der ständigen Wiederholung der gegenseitigen Zuneigung.“

Die Skulptur kann als ironischer Hinweis darauf verstanden werden, dass Kommunikation mitunter der Erklärung bedarf. Dem Betrachter jedenfalls erschließt sich diese Art des Gesprächs nicht von selbst. Es handelt sich um eine Codierung von Sprache, die nicht jeder zu entschlüsseln vermag.